Trenner


Elben

Sie sind so elegant und rein,
so lustig und doch weise.
Und siehst du sie in einem Hain,
dann sei ganz still und leise.

Sie sind unsterblich und uralt,
und haben viel gesehen.
Sie lieben Frieden nicht Gewalt,
das kann ich gut verstehen.

Sie sind unsterblich, alt und weise,
und dennoch jung und schön.
Sie sind so edel, freundlich, lieb,
so was hab ich noch nicht gesehen.

Du fragst mich wer die Wesen sind,
von denen ich hier rede.
Es sind die Elben stolz und schön,
aus dem Reiche Mittel-Erde.


Die Elben von Mittel-Erde!

Wie Sternenlicht das Augenpaar, wie Sonnenschein das goldene Haar.
Schön von Gestalt, das Herz so rein,
das können nur Haldir und Legolas sein!

Autorität und starke Hand,
gütig, kraftvoll und scharfer Verstand,
Herren von Imladris und Lothlorien´s Hain,
das können Elrond und Celeborn sein!

Schön wie die Sonne in Lothlórien ist,
sanft und mild wie der Mond in Imladris,
Von zarter Gestalt, wunderschön und fein,
das können nur Galadriel und Arwen sein!

Die Elben von Mittel-Erde haben mein Herz berührt,
muss ich einst gehen, mein Weg mich zu ihnen führt.
Ich fahre mit ihnen nach Valinor,
und bleibe für immer an diesem Ort!

Haldir´s schöne blaue Augen

Müde führten mich die Schritte
durch Eis und Schnee und marschig´ sumpfiges Land.
An Orks vorbei, durch Moria´s dunkle Mine,
bis ich auf einem Hügel stand.

Ich sah es in der Ferne leuchten,
es glitzerte im Abendlicht.
Ein wunderschöner goldener Wald war´s,
ich traute meinen Augen nicht.

Und schneller wurden meine Schritte,
ich eilte auf das Leuchten zu.
Doch plötzlich, in des Waldes Mitte,
verdeckt von Zweigen, da standest du.

Du hießest mich willkommen,
und fragtest nach meinen Namen mich.
Ich versank in deinen wunderschönen blauen Augen,
und sagte:” Ingwen heiße ich!”

Ich fragte dich auch nach deinem Namen,
und wer denn du nun bist.
Du sagtest:” Ich bewache diese Grenzen,
Haldir o Lórien mein Name ist!”

Dann brachtest du mich zu Lady Galadriel,
und zu Lord Celeborn.
Sie hießen mich willkommen,
zu bleiben an diesem geheimnisvollen Ort.

Ich blieb so gern, und du zeigtest mir strahlend,
Lothlórien´s schönen Elbenhain.
Du sagtest zu mir:” Ich liebe nur Dich!”
Und wolltest mit mir hier glücklich sein.

Die Zeit verging im Sauseschritt,
wir sind ein glückliches Paar.
Was deine schönen blauen Augen einst versprachen,
ein Traum wurde für mich wahr.

Ich liebe Dich oh Haldir mein,
meines Lebens große Liebe du.
Wir wollen hier immer glücklich sein,
bis wir einst segeln nach Valinor.

Haldir o Lórien, Ingwen´s Lied!

Ich sah dich, sterbend, niedersinken
ich sah dein brechend´ Augenlicht.
Liebster, wir müssen jetzt Abschied nehmen,
ich vergesse dich sicher nicht.

Ich denke zurück, an die schönen Tage,
voller Liebe, in Lothlórien´s Elbenhain.
Wo wir, verliebt, Hand in Hand spazierten,
werde ich nie mehr glücklich sein.

Welk geworden sind die Blätter,
im, einst goldenen, Wald Lothlórien´s.
Unsere Elben haben ihn verlassen,
westwärts zu den Anfurten sie ziehen.

Doch ich allein, bleib hier an deinem Grabe,
beweine deinen, viel zu frühen, Tod.
Bis einst auch meine Morgenröte,
wird zum allerletzten Abendrot.

Valinor ist für uns nun fern
denn du starbst in Helmsklamm.
Ohne dich, ich dort hin nicht gehen mag,
mein Herz starb mit dir, in diesem Kampf.

So leb´ denn wohl Haldir o Lórien,
leb´ wohl, meine große Liebe du.
Die Blätter von Lothlórien´s Wäldern,
decken sanft unsere Gräber zu.

Nie mehr hört man hier Elben singen,
nie mehr tanzen sie in Lórien´s Elbenhain,
Die Zeit der Elben ist nun vorüber,
die weißen Schiffe brachten sie heim.

Aber manchmal, in den Bäumen,
hört man leise Stimmen scherzen.
Erzählen von den schönen alten Zeiten,
leben weiter in der Menschen Herzen.

Namarie, sagt Ingwen nun,
namarie Haldir, Geliebter mein.
Können wir es nicht mehr im Leben,
werden wir jetzt im Tod zusammen sein.

Lothlórien!

Lothlórien, Lothlórien,
wo sind deine schönen Elben hin?
Sie zogen westwärts zum grauen Hafen,
von wo die weißen Schiffe nach Valinor starten.

Lothlórien, Lothlórien,
wo sind deine goldenen Blätter hin?
Sie sind verwelkt, liegen im Staub,
verschwunden ist das goldene Laub.

Lothlórien, Lothlórien,
wo sind das Singen und Tanzen hin?
Das Leben ist verloschen, keiner singt mehr hier,
nur meine traurigen Gedanken, weilen noch bei dir.

Lothlórien, Lothlórien,
einmal wirst du wieder blühen.
Das Leben kehrt zurück zu dir,
so soll es sein, das wünsch ich mir.


by Felizitas Indefrey


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