Trenner


Eowyn

Golden wie die Sonne,
weiß wie Schnee.
Ihr Anblick die reinste Wonne,
gleicht ihre Schönheit einer Fee.

Kalt wie ein Frühlings-Morgen,
betrübt und voller Schmerz.
Gequält von vielen Sorgen,
ihr einst so temperamentvolles Herz.

Doch auch hart wie Stahl,
Stolz und stark.
Traf sie eine folgenreiche Wahl,
würdig einer Herrin der Mark.

Ritt in die schicksalhafte Schlacht.
Schwang ihr Schwert,
gegen grausame Morgul-Macht.
Auf Windfola ihrem treuen Pferd

Groß war ihr Mut,
denn sie suchte den Tod.
Bezwang den Hexenkönig in rasender Wut,
bis alles verschwamm in rotem Blut.

Von einem König bald geheilt,
stand sie da in einem weißen Kleid.
Doch im Innersten ganz leer.
So sah ein edler Herr ihr Leid
und sein Herz wurde ganz schwer.

Sein gerühmter Name war Faramir,
und auf den Wällen gingen sie spazieren.
Er sprach weise Worte voller Poesie zu ihr,
bis sie begann ihren Frost zu verlieren.

Ihr bitterer Winter endlich wich,
und er nahm sie in den Arm.
Unter einem sonnigen Himmel küßten sie sich,
da wurde ihr Herz ganz warm.

Viele sahen sie dort auf der Mauer,
als sie gingen Hand in Hand.
vergessen war die tiefe Trauer,
als sie schlossen das Lebens-Band.


by Sin


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