Arthedain
Arthedain war das größte und westliche der drei Reiche in Eriador. Es wurde im Jahre 861 des Dritten Zeitalters gegründet, weil sich die Söhne König Eärendurs nach dessen Tod in der Erbfolge um den Thron Arnors nicht einigen konnten und das Nördliche Königreich deshalb unter sich in die Reiche --> Rhudaur, --> Cardolan und eben Arthedain aufteilten.
Das Land erstreckte sich zwischen Lhûn und den Wetterbergen im Osten bis nach Forochel im Norden und wurde im Süden von Cardolan begrenzt. In Arthedain lag die alte Hauptstadt Arnors --> Annúminas; Arthedains Königssitz war --> Fornost. In Arthedain fand man die größte Schar an Dúnedain und die königliche Linie ging auf Isildur zurück.
Das Reich versuchte nach der Vernichtung der beiden Königshäuser Rhudaurs und Cardolans Anspruch auf diese beiden Länder zu erheben und das Nördliche Königreich wieder zu vereinen. Allerdings verwahrte sich Rhudaur unter dem Einfluss des Hexenkönigs von --> Angmar gegen dieses Vorhaben und es kam zum Krieg, den der Herr von Angmar in der Folgezeit dazu nutzte, um Arthedain schwer zu bedrängen. Mit elbischer Hilfe gelang es den Feind zurückzutreiben, aber es kam immer wieder zu Übergriffen, die Arthedain allmählich schwächten.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer schien die Vermählung König --> Arveduis mit --> Fíriel von Gondor zu sein, denn mit dem Südlichen Königreich erwuchs Arthedain ein mächtiger Verbündeter. Angmar jedoch holte im Winter des Jahres 1974 zum vernichtenden Schlag aus. Das um Beistand ersuchte Gondor kam zu spät; ebenso die Elben. Arthedain war überrannt worden und Fornost in der Hand des Hexenkönigs.
König Arvedui hatte seine Familie und sich durch Flucht in Sicherheit bringen können und die überlebenden Dúnedain wurden zu den Waldläufern des Nordens. Obgleich Arthedain im Frühjahr 1975 D.Z. von gondorianischen Kräften sowie den Elben Bruchtals und Lindons zurückerobert werden konnte und Angmar vernichtend geschlagen wurde, verfiel auch das letzte der drei Reiche des Nordens.
Arthedain hatte zwei der sieben Palantíri in seinem Besitz - den Stein von Annúminas und den Stein von --> Amon Sûl, der nach der Schleifung des Turmes durch die dunklen Kräfte von Angmar nach Fornost in Sicherheit gebracht worden war.
Es wird berichtet, dass an der letzten Schlacht um Fornost auch eine Abteilung Bogenschützen aus dem Auenland teilgenommen hat - so sagen jedenfalls die Aufzeichnungen der Hobbits.
Quellen:
Der Herr der Ringe, Lizenzausgabe des Deutschen Bücherbundes, Stuttgart, München ohne Jahr
The Silmarillion, HarperCollinsPublishers, London 1999
Unfinished Tales, HarperCollinsPublishers, London 1998
Robert Foster, Das große Mittelerde Lexikon, Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2002