Nicht unschuldig an dem folgenden Text sind gewisse Kritiker der Filmversion, die - aus welchen Gründen auch immer - das Argument des "Rassismus in Tolkiens Werken" nutzen, um die Filme und nicht zuletzt auch das literarische Schaffen Tolkiens zu verreißen.
Wie es mit allem ist: man kann und muss geteilter Meinung sein und darf diese Meinung auch öffentlich kundtun; in speziellen Fällen kann das allerdings unangenehme Auswirkungen haben.
Aber ich will hier nicht polemisieren, das tun die oben erwähnten Kritiker zur Genüge. Ich will mich auch nicht dem Thema "Rassismus" zuwenden, sondern einem nicht so eng gefassten Gebiet. Es geht mir schlicht und ergreifend darum, einen anderen Vorwurf zu beleuchten, der im Zusammenhang mit Tolkiens Werken aufkommt:
Mittelerde - Die Guten und die Bösen.
Eine reine Schwarz-Weiß-Malerei?
Wenden wir uns zuerst den Bösen zu. Sie sind - wie es vielfach bemängelt wird - zunächst einmal hässlich, man kann sie an ihrem Äußeren erkennen, an ihrer tumben und seelenlosen Art, die sie zu hassenswerten Feinden macht, deren Vernichtung ein wahrer Segen für die Welt ist.
Aber sind sie tatsächlich hässlich?
Zugegeben, eine seltsame Frage. Doch der Blick für das Schöne oder eben das Hässliche ist nicht immer ungetrübt. Wir haben mit unserem persönlichen Empfinden zurechtzukommen, wenn wir etwas als hässlich bezeichnen. Wenn wir beginnen es zu hassen, nur weil es uns fremd erscheint und Angst macht, dann sollten wir tatsächlich nachdenken. Doch ich schweife ab.
Wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, dass Tolkien ein "Märchen" geschrieben hat, das in erster Linie unterhalten soll nichts weiter. Man kann es verstehen und genießen (oder es eben nicht mögen, tödlich langweilig finden und alles mögliche an ihm auszusetzen haben), ohne sich irgendeinen Gedanken um die Hintergründe zu machen, die Tolkien bewogen haben, es überhaupt zu Papier zu bringen.
In einer Geschichte, die nichts anderes als unterhalten will, sind Vereinfachungen der gerne kritisierten Art durchaus legitim zu nennen.
Wehren sollte man sich allerdings gegen den Vorwurf, dass es ein schlichtes Schwarzweißbild ist, das Tolkien entworfen hat, um die Guten und die Bösen zu charakterisieren.
Ist das feurige Auge, das Saurons Gestalt im Dritten Zeitalter symbolisiert, hässlich? (Zu seiner wahren Gestalt erfahren wir im Herrn der Ringe leider
nichts; nach dem Untergang Númenors soll er gestaltgewordener Hass und Tücke gewesen sein.)
Ich denke nicht, ganz gleich ob man nun Peter Jacksons Version betrachtet oder diejenige, die sich beim Lesen gebildet hat. Darüber hinaus trat Sauron als er es noch vermochte in schöner Gestalt auf, die es ihm ermöglichte, Vertrauen bei den Elben und Menschen zu wecken und sich bei ihnen einzuschmeicheln.
Sind es die Nazgûl, die Tolkien so beschreibt: "In their white faces burned keen and merciless eyes ... in their haggard hands were swords of steel ... The third was taller than the others: his hair was long and gleaming ..."
1)
Nicht mehr und nicht weniger, aber hässlich?
Ist Saruman hässlich? Er stellt sich dar - ganz davon abgesehen, dass er Saurons Willen erlegen ist - wie es ihm als Istar zusteht; auch wenn aus Saruman dem Weißen, Saruman der Vielfarbige geworden ist.
Seine finsteren Pläne kann man ihm nicht ansehen. Er weiß sie selbst vor anderen seiner Art und den weisesten unter den Elben zu verbergen, bis es fast zu spät ist. Sein Verrat wird eigentlich erst durch seine eigene Unachtsamkeit bekannt, indem er Gandalf seine Pläne offenbart.
Oder nehmen wir Gollum. Er ist ein degenerierter Hobbit, dem das Schicksal in der Form des Einen Ringes sehr übel mitspielt. Gollum ist einer Macht erlegen, gegen die es in seinem Fall kein wirksames Mittel gibt. Er wird nicht von sich heraus zu einer hässlichen Kreatur er wird geformt, an Leib und Seele verdorben.
2)
Dem Klischee des "hässlichen Bösen" hingegen entsprechen die Orks. Doch selbst sie können letztendlich nichts dafür, dass sie so sind, wie sie sind. Denn einst waren sie Elben, die von Melkor/Morgoth verdorben wurden - dem Gestalt gewordenen Bösen in Tolkiens Universum, das sich seine eigenen Geschöpfe "schuf", in Ermangelung der Fähigkeiten wie sie Ilúvatar besitzt.
***
Aber wir sollten uns von dem Äußeren lösen und tiefer gehen, die Beweggründe der "Bösen" erforschen. Und dabei können wir gleich mit Melkor beginnen. Er versinnbildlicht Luzifer, den Gefallenen Engel. Vor seinem Fall war er der mächtigste der Ainur. Doch das Verständnis für die Schöpfung Ilúvatars, von der er selbst ein Teil war und an der er teilhaben durfte allerdings ohne selbst schöpferisch tätig zu werden fehlte ihm.
Er verfiel in Ungeduld und auch die Erschaffung Eas öffnete ihm nicht die Augen für Ilúvatars Werke. Im Gegenteil, sein Begehren wurde geweckt und er wollte der Herr über alles Erschaffene sein. Seine Macht war gewaltig und er konnte andere machtvolle Wesen auf seine Seite ziehen. Sein Einfluss verdarb die Welt, und überdauerte selbst dann, als er in die Verbannung geschickt wurde. Denn sein Erbe trat Sauron an, als Maia selbst einer der Ainur, wenn auch niederen Ranges. Er war Melkors oberster Diener und Statthalter geworden und führte das Werk seines Herrn fort.
Auch Sauron ist letztlich ein Opfer Melkors. Sicherlich hat er sich freiwillig an die Seite des gegen die göttliche Ordnung rebellierenden Ainur gestellt und sicherlich hat er den Schatten der Macht genossen - aber um es in Elronds Worten auszudrücken: "For nothing is evil in the beginning. Even Sauron was not so."
3)
Dieses Muster zieht sich wie ein Roter Faden durch die Geschichte Mittelerdes.
Die Nazgûl, die Ringgeister, sind ebenfalls ein klassisches Beispiel für diese Entwicklung. Als Menschen, hohe Könige und Zauberer, lassen sie sich von Sauron verführen, der ihnen die Neun Ringe schenkt und sie so in seine Gewalt bringt, damit sie ihm bei der Eroberung der Welt gute Dienste leisten.
Was hat diese Menschen bewogen, die Ringe zu nehmen?
Wir wissen zuwenig darüber, um ein endgültiges Urteil zu fällen. Aber bei Tolkien begegnet uns wiederholt der Hinweis auf bestimmte Charaktereigenschaften der Menschen, die sie für böse Einflüsterungen empfänglich machen seien es die Gier nach Reichtum und Macht, Wissensdurst oder das Streben nach Unsterblichkeit.
Wer würde nicht in Versuchung kommen, sich diese Wünsche erfüllen zu lassen?
Das Böse kommt bei Tolkien von Außen.
Letztlich fokussiert es sich auf Melkor und seinen verderbenden Einfluss. Es kann jeden treffen und selbst aus den Unverdächtigsten willige Handlanger der Finsternis machen. Damit finden wir einen interessanten Übergang zu den "Guten".
Da sind in erster Linie zunächst einmal die Elben zu nennen, ätherische Wesen von großer Weisheit und Güte, Kunstfertigkeit und Reinheit. Zu keiner bösen Handlung fähig, wie es scheint.
Und doch dauert es auch bei den Erstgeborenen nicht allzu lange, bis sich das Böse bemerkbar macht und in Verrat und Tod endet, wie es das Silmarillion erzählt. Urheber war Feanor, ein Noldorin-Elb mit außergewöhnlichen Gaben, aber einem ebenso unbezähmbaren Gemüt, der die Silmaril schuf und sie sowie sich selbst letztlich über alles stellte: sogar den Willen der Valar. Aus seinem Handeln heraus kam es zum Sippenmord von Alqualonde und weiteren schrecklichen Taten.
Die Elben haben das Blut ihresgleichen vergossen, sie sind gewissermaßen mit dem Kainsmal ihrer Art gebrandmarkt, auch wenn Mandos Fluch "nur" die Noldor traf.
Nicht der einzige und bei weitem nicht der letzte Makel in der Geschichte der Unsterblichen! Denn Schuld sollte Schuld nach sich ziehen.
Gehen wir einige Jahrtausende vorwärts.
Im weiteren Verlauf ihrer Geschichte tragen die Elben entscheidend dazu bei, den Schatten Saurons über Mittelerde wieder erstarken zu lassen.
Sie sind es, die dem Dunklen Herrscher die Kunst des Ringeschmiedens zu vollenden helfen, sie sind es, die die Ringe der Macht anfertigen, unter den Einflüsterungen Saurons, der die Elbenschmiede von Eregion als Annatar mit schöner Gestalt und klugen Reden zu täuschen versteht. Wissbegierde und Stolz treiben sie an und bringen einmal mehr Verderben mit sich.
Oder nehmen wir Elrond als Einzelcharakter.
Er ist ein Elb und eigentlich über jeden Verdacht erhaben, an den schrecklichen Ereignissen des Ringkrieges Schuld zu haben. Und doch ... Er war einer der Wenigen, die die Macht gehabt hätten, Isildur daran zu hindern, den Einen Ring für sich zu behalten. Das wird im Buch nicht so deutlich, wie im Film. Die Szenen mit Isildur und Elrond im Orodruin sind meiner Meinung nach eine wirkliche Bereicherung, auch wenn sie so nicht der Buchvorlage entsprechen. Aber sie machen deutlich: hier hat Elrond hier haben die Elben versagt, denn sie waren zu schwach, den Ring der Vernichtung anheim zu geben, wenn sie es hätten tun sollen und vor allem: tun können.
Wenn man den Bogen ganz weit spannen möchte, dann wird man behaupten, das Verlassen Mittelerdes sei ein Davonlaufen der Elben vor ihrer Verantwortung in der Welt, deren Wandel sie nicht unerheblich mitbestimmt haben.
In diesem Zusammenhang werden wir zu den Menschen abschweifen. Und zwar zu denen, die als edel und schön bezeichnet sind, aufrechten Herzens und Sinnes - die Númenórer. Die Begünstigten könnte man sie auch nennen, denn sie verbringen ihr Leben auf einer Insel der Glückseligen, den göttlichen Wesen näher, als jeder andere Mensch und mit den Elben gut Freund. Sie haben alles, was sie sich nur wünschen können - und doch ist es nicht genug.
Mit ihren Fähigkeiten beginnt auch der Stolz der Númenórer zu wachsen, sie machen sich auf an die Gestade Mittelerdes. Zunächst sind es nur drei Häfen, die sie bauen, aber dann greifen sie aktiv in die Geschehnisse Mittelerdes ein und schließlich betrachten sie das Land als Kolonie.
4)
Doch es gibt immer noch etwas, das sie nicht erlangen können: die Unsterblichkeit, dieses Geschenk (oder diese Bürde), Ilúvatars für die Elben. So richtet sich das Streben der Menschen gen Aman, den Unsterblichen Landen, der Heimat der Erhabenen Wesen, die der Welt noch nicht entrückt war. Viele Númenórer begannen sich gleichzeitig von den Elben abzuwenden, denn der Neid auf sie nagte an ihren Herzen.
Die Getreuen, die Elbenfreunde, waren nur wenige.
Ar-Pharazôn, der letzte und mächtigste König Númenors besiegte sogar Sauron und brachte ihn von Mittelerde nach Númenor. Aus dem Gefangenen wurde allerdings schnell ein geschätzter Ratgeber - und damit war das Schicksal Númenors und der Menschen besiegelt. In ihrer Verblendung ließen sie sich dazu bewegen, Aman anzugreifen. Sie bezahlten es mit ihrem Leben und dem Untergang Númenors. Allein die Getreuen entkamen der Strafe Ilúvatars - und diejenigen Númenórer, die sich in Mittelerde aufgehalten hatten.
An Individuen, die sich den Verlockungen des Bösen nicht widersetzen konnten, fehlt es unter den Menschen wahrhaftig nicht. Ein gutes Beispiel ist auch Isildur. Auch er kann durchaus ein edler und rechtschaffener Mann genannt werden. Und ein großer dazu, denn er war an der Niederwerfung Saurons in der Schlacht des Letzten Bündnisses beteiligt und nahm ihm den Einen Ring ab.
Aber genau hier beginnt das Verhängnis: Sauron ist besiegt und in die Schatten geflohen. Trotzdem wirkt sein finsterer Geist in der Form des Einen Ringes weiter und erlangt Macht über Isildur, der sich weigert entgegen aller Vernunft und Ratschläge den Ring in den Feuern des Schicksalsberges zu zerstören und Sauron ein für alle Mal ein Ende zu bereiten. Statt dessen beansprucht er den unscheinbaren Goldreif für sich; als Wehrgeld für seinen Vater und seinen Bruder. Ein verständliches Ansinnen, aber eines das ihm kein Glück beschert hat.
Gehen wir weiter voran in der Geschichte Mittelerdes, so finden wir sie konfliktbeladen vor. Erinnert sei hier nur an die Streitigkeiten der drei Nördlichen Königreiche, um das Land und vor allem um den Palantír auf dem Amon Sûl. Hier bekämpften sich die Guten, denn sie waren Nachfahren der Getreuen aus Númenor um Elendil und seine Söhne. Sie hätten es eigentlich besser wissen sollen. Statt dessen spielten sie dem Feind in der Gestalt des Hexenkönigs von Angmar in die Hände.
Zur Zeit des Ringkrieges ist es Boromir, der nicht über seinen Schatten springen kann (die Ehre der Familie rettet schließlich Faramir). Seine Absichten waren gut, er wollte nur das Beste für Gondor. Warum nicht durch die Macht des Ringes, den er aus diesem Grunde zu begehren begann. Für Frodos Argumente auf dem Amon Hen war Boromir längst nicht mehr empfänglich.
5)
Wir sehen also, auch die Edelsten unter den Elben und Menschen sind vor dem Straucheln nicht gefeit und haben Schuld auf sich geladen. Ihre Motive waren unterschiedlich; manchmal aus Schmerz und Angst geboren, manchmal aus Habgier, manchmal aus Zweifeln ...
Das Resultat jedoch kann man getrost als etwas bezeichnen, über das Melkor und Sauron sich köstlich amüsieren dürften.
Diese Bespiele sollten genügen, um sichtbar zu machen, dass es bei Tolkien keineswegs so deutlich zugeht, wie gerne behauptet wird.
Lassen wir ihn hier selbst zu Wort kommen. "In my story I do not deal in Absolute Evil. I do not think there is such a thing ... I do not think that at any rate any 'rational being' is wholly evil."
6)
Für das absolut Gute dürfte bei Tolkien dasselbe gegolten haben. Einzig Eru ist über alle Zweifel erhaben; aber er tritt nicht in Erscheinung. Jedenfalls nicht, bevor das Ende der Zeit gekommen ist. Er lässt seiner Schöpfung Raum und seinen Geschöpfen ihren freien Willen wie sie dieses Geschenk nutzen, liegt in ihrer Hand. Und das heißt, es kann daraus Gutes und Böses erwachsen!
***
Ich denke, das Letzte, was Tolkien wollte, war ein moralisierendes Stück Literatur abzuliefern, das eine bestimmte Botschaft mehr als deutlich unter die Menschen bringen sollte. Natürlich geht es um Moral und Werte, das Gute und das Böse, und die Schwächen und Stärken, die daraus erwachsen (was kaum verwunderlich ist, wenn wir Tolkiens kulturelle und religiöse Wurzeln betrachten).
Doch in welcher epischen Erzählung treffen wir nicht auf diese Grundmotive? Sie sind es, die uns beschäftigen. Warum nicht auch und gerade in der phantastischen Literatur, die uns einen Spiegel vorhalten kann, ohne das wir es wirklich wahrnehmen.
Tolkien war in erster Linie Sprachwissenschaftler und als solcher eben an Sprache(n) interessiert; der Grundstein für seine Arbeit am Silmarillion und am Herrn der Ringe. Er war kein Prediger einer neuen Weltordnung (auch wenn das vielfach von der Friedensbewegung so gesehen wurde). Er hat einen eigenen Kosmos geschaffen
7) und andere daran teilhaben lassen - und damit steht er bei Weitem nicht alleine; er war nur ein Vorreiter.
Was wir aus Tolkiens literarischem Schaffen machen, ist uns überlassen. Nur übertreiben sollten wir es nicht. Das gilt allerdings nicht nur für Tolkien-Fans und ihre Gegner!
8)
Ein bisschen Unaufgeregtheit täte beiden Seiten gut, obwohl Verrisse der angesprochenen Art einem Fan weh tun, sind sie doch immer auch so etwas wie ein persönlicher Affront. Die Reaktion fällt entsprechend aus: man verteidigt das, was man schätzt und vergreift sich wie die "Gegenseite" wohlmöglich im Ton.
Halten wir es doch mit dem Meister selber, der auf gewisse Meinungen sehr gelassen reagierte.
Schon 1954 schrieb er: "Some reviewers have called the whole thing simple-minded, just a plain fight between Good and Evil, with all the good just good, and the bad just bad."
9)
Und gibt ein paar Sätze später zu bedenken, dass sowohl Elben als auch Menschen eben nicht ausschließlich gut und immer im Recht sind.
Um das allerdings zu erkennen, muss man Tolkiens Werke zu Mittelerde in ihrer Gesamtheit betrachten. Die feinen Nuancen kommen dann hervor.
Zu guter Letzt. Ich bin seit über zwanzig Jahren mit Tolkiens Werken verbunden. Sie bereiten mir Freude und hellen meinen Alltag auf, aber sie haben mich nicht zu einem anderen Menschen gemacht. Sie sind kein Leitbild für alltägliches Verhalten, denn das, was sie beschreiben, ohne den Zeigefinger zu erheben, sollte im "normalen" Leben ohnehin seine Gültigkeit haben: Freundschaft, die Bereitschaft für Andere einzustehen, Verantwortung zu übernehmen, seine Stärken und Schwächen zu erkennen und nicht nur sich selbst zu sehen.
In diesem Sinne: Nehmen wir Tolkiens Werke als ein Stück großartiger Literatur an, das wegbereitend war. Aber wir sollten uns davor hüten, es zu vergöttern oder zu verteufeln. Beides wird weder dem Autor noch seinen schriftstellerischen Leistungen gerecht und hätte Tolkien vermutlich traurig gestimmt.
Heru n' nertë im Dezember 2003/überarbeitet im April 2006
Andere Meinungen sind gerne gesehen! Mailt doch einfach an Heru.
1) The Lord of the Rings VOL I, HarperCollins 1995, p. 191 2) Dass er nicht der Einzige ist, der dem Ring keinen Widerstand entgegensetzen konnte, verwundert
angesichts der Tatsache, dass der Ring ein Teil Saurons ist, nicht. Wir können Gollum jedoch eine
innere Stärke zubilligen nimmt man Isildur zum Vergleich die ihn über Jahrhunderte hinweg
nie ganz verlässt und der Gier nach dem Ring manchmal (durchaus positiv für andere) im Wege steht. 3) The Lord of the Rings VOL I, p. 261 4) Wir könnten hier einen Abstecher zum Imperialismus machen, aber das führt zu weit.
Darüber hinaus würden wir uns damit in einen Bereich wagen, den Tolkien überhaupt nicht leiden konnte:
Er wollte seine Werke nicht als Allegorien verstanden wissen. So antwortet er auf einen Brief:
"I hope that you have enjoyed The Lord of the Rings? Enjoyed is the key-word. For it was written
to amuse (in the highest sense): to be readable. There is no 'allegory', moral, political or contemporary
in the work at all." The letters of J.R.R. Tolkien, HarperCollinsPublishers 1995, p. 232. 5) "Because we cannot use it, and what is done with it turns to evil."
The Lord of the Rings VOL I, p. 389. 6) Ebd., p. 243. 7) Tolkiens Intention, dies zu tun, lässt sich nachlesen: The letters of ..., p. 143 ff.
Diese Briefe sind ohnehin eine wertvolle Ergänzung, wenn man der Entstehung der
Tolkienschen Werke und seinen Beweggründen sie zu schreiben nachgehen möchte. 8) Hier sei nur auf die absurde Idee hingewiesen, aus dem Jedi-Rittertum des Lucas'schen Star Wars
Universums eine Religion zu machen. (Ich bin übrigens auch Star Wars Fan!) 9) The letters of ..., p. 197.
Zurück
Zurück
Zurück
Zurück
Zurück
Zurück
Zurück
Zurück
Zurück