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Osgiliath


Osgiliath war die erste Hauptstadt Gondors und dieser Bedeutung entsprechend ein prächtiges Zeugnis von der Baukunst der Menschen. Man errichtete die Stadt am Anduin - sie lag in einer Linie mit --> Minas Arnor/Tirith und --> Minas Ithil/Morgul.
Eine große Brücke verband die beiden Stadthälften miteinander, denn sowohl das West- als auch das Ostufer war bebaut worden.

Ein immer wieder Bewunderung hervorrufendes Gebäude war die Zitadelle der Sterne, ein großer und schöner Kuppelbau. In ihm befand sich der oberste der legendären sieben Palantíri, die von Elendil aus Westernis mitgebracht worden waren.

In den Kriegen gegen Ende des Zweiten Zeitalters geriet Osgiliath in Bedrängnis, als Sauron nach der Zerstörung Minas Ithils gen Westen drängte. König --> Anárion gelang es jedoch, die Stadt zu halten.

Zur Zeit des Sippenstreites von Gondor im 15. Jahrhundert des Dritten Zeitalters wurde Osgiliath arg in Mitleidenschaft gezogen; ein Brand zerstörte vieles - und auch der Palantír ging verloren. Damit Begann der Niedergang der Hauptstadt.

Die Bevölkerung, durch den Bürgerkrieg geschwächt, wurde durch die Große Pest fast vollständig ausgelöscht. Die wenigen Glücklichen flohen - und kehrten nicht zurück. Neuer Königshof wurde Minas Arnor.

Ganz vergessen war Osgiliath dennoch nicht. Als sich im Jahre 2475 D.Z. Orks aus --> Mordor dort niederließen, stellte Truchsess Boromir ein Heer auf und vertrieb die marodierenden Banden. Die Stadt wurde zu einem Ort der Wacht gen Osten.

Auch während des Ringkriegs war es nicht anders. Die Verteidiger sahen sich diesmal allerdings nicht nur Orks gegenüber und mussten zunächst das Ostufer den Scharen aus --> Minas Morgul überlassen. Wenig später fiel auch das Westufer unter den Schatten.

Im Vierten Zeitalter blieb Osgiliath ein verlassener Ort.

Quellen:
Der Herr der Ringe, Lizenzausgabe des Deutschen Bücherbundes, Stuttgart, München ohne Jahr
Unfinished Tales, HarperCollinsPublishers, London 1998
Robert Foster, Das große Mittelerde Lexikon, Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2002
Friedhelm Schneidewind, Das große Tolkien-Lexikon, Lexikon Imprint Verlag, Berlin 2001


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