Auszug aus Der Schatten von Angmar II
Ein riesiges Laken schien das Auenland samt seinen Bewohnern in ihren Höhlen bedeckt zu haben.
Freder blinzelte.
Die Morgensonne kroch über die Östliche Höhe hervor und ringsherum begann der Schnee zu glitzern, als habe ein alter gieriger Drache seinen Schatz verstreut.
Der Hobbit sah kleine Gestalten zwischen den Stellen herumlaufen, die Hobbithöhlen unter eine Masse Schnee waren. Sie mühten sich durch die weiße Pracht; hier und da sah man Schneefontänen, die von eifrig grabenden Hobbits empor gewirbelt wurden, die nur so aus ihren Höhlen kommen konnten.
Es wurde wild gestikuliert und mit allem was sich eignete geschaufelt.
Freder blinzelte noch einmal.
Möglicherweise hatte er gestern Abend dem Essen zu sehr zugesprochen und das war die Strafe dafür – er träumte. In Wirklichkeit lag er in seinem gemütlichen Bett und hatte Magengrimmen. Freder Bolger begann sich schon zu schwören, in Zukunft etwas zurückzuhaltender mit dem Schmausen zu sein, als ihm sehr unangenehm bewusst wurde, dass er barfuss draußen stand.
Der eisige Schnee unter seinen zwar weich beharrten, aber dennoch ungeschützten Füßen war der beste Beweis dafür, dass er nicht träumte.