Auszug aus Der verhasste Sohn
Er sah sich um. So wenige, so wenige Soldaten waren nun hier...
Er erblickte Gandalf und ritt schnell zu ihm.
„Mithrandir! Unsere Verteidigung ist durchbrochen! Sie haben die Brücke und das Westufer eingenommen! Orkverbände setzten auf dem Fluss über!“ rief er ihm zu.
„Wie Herr Denethor es prophezeite! Lange schon sah er diesen Untergang kommen!“ sagte da ein Soldat neben dem Zauberer.
„Er sah ihn kommen und blieb untätig!“ erwiderte Gandalf.
Faramirs Herz schlug vor Glück heftiger, als er Mithrandir dies sagen hörte. Zum ersten Mal jemand, der zu ihm hielt, seit Boromirs Tod. Doch er dachte nicht weiter darüber nach, da seine Gedanken von etwas anderem abgelenkt wurden. Vor Mithrandir auf dem Pferd saß nämlich ein Halbling, der Faramir an Frodo und Sam denken ließ. Er hatte doch schon genug Last mit dem Gedanken an Osgiliath, jetzt nicht auch noch das...
„Faramir?“ fragte Mithrandir, als er den Gesichtsausdruck des Heerführers sah. „Dies ist nicht der erste Halbling, der euren Weg kreuzt.“
Faramir sah den Halbling an. „Nein.“ sagte er leise.