Auszug aus Wie drei Hobbits nicht nach Bree kamen
Pippin gefiel aber der Ton nicht, mit dem Borko Stolzfuß das Gerstenbier für sie bestellt hatte, denn es hatte ein wenig nach Spott und Hohn geklungen. Trotzdem begann er zu erzählen, vom Fangorn und ihren Abenteuern mit den Ents. Als Pippin zum halbhundertsten Male die Höhle des Ents Baumbart beschrieb, meldete sich Borko Stolzfuß zu Wort, der sich auch einmal gewisse Chancen auf das Thainsamt ausgerechnet hatte. „Ist ja nun schon reichlich lange her, die Herren. Lebt seither ganz gut von dem, was man euch hinterlassen hat. Ehrliche Arbeit habt ihr nicht mehr gesehen und ein Abenteuer schon gar nicht.“ Eine peinliche Stille war im „Grünen Drachen“ entstanden. Alle Hobbits beobachteten Borko und Pippin und Merry. Pippin, der nicht auf Streit aus war, weil sein Bauch immer noch rund und voll vom Abendbrot war, rief daher: „Nelli, ein Krug Gerstenbier für den alten Borko, als Dank für seine Runde! Und bring ihm auch noch vom Gebrannten.“ Die Ostlinge, die im Namen Sarumans das Auenland besetzt und verwüstet hatten, hatten auch das Rezept für den Gebrannten mitgebracht. In einer der qualmenden und stinkenden Schlotschuppen hatten sie Hobbits gezwungen, aus gemaischtem Getreide dieses scharfe Getränk herzustellen. Die Aufmüpfigen unter den Auenländern hatten sie mit diesem scharfen Getränk gefügig gemacht. Sie zwangen sie, große Becher des Zeugs zu trinken, so dass sie keinen klaren Gedanken mehr fassen konnten. Leider war der Gebrannte nicht wieder mit den Ostlingen verschwunden. Einige Hobbits vernachlässigten ihre Felder und Gärten, verpfändeten gar ihre Höhlen, um möglichst oft dem Gebrannten zuzusprechen. Borko Stolzfuß hatte zwar Feld und Höhle nicht verpfändet, denn dann hätte er eine Tracht Prügel von seiner Frau bekommen. Aber er trank mehr vom Gebrannten als er vertrug.