Auszug aus Dunkelheit in den Bergen
Viele Stunden waren nun seit Beginn der Schlacht vergangen und die Sonne brannte heiß vom Himmel, denn es war Sommer dieser Tage, und nur selten zogen Wolken vor den brennenden Ball und spendeten den Kämpfenden Schatten. Zuweilen war es dem König und seinen Truppen gelungen, die Feinde gegen die Berge zu drängen, doch stets konnten sich diese aus dieser Falle retten.
König Elessar scheute wie immer nicht den unmittelbaren Kampf und befand sich im dichten Schlachtgetümmel und nicht als stummer Beobachter abseits der Schlacht. Denn im Kampf war der König gleich dem Niedrigsten seiner Untertanen: Beide kämpften sie für das was sie liebten und bewahren wollten. So auch König Aragorn II. von Gondor.
Geschwächt waren seine Mannen und der Strom der Orks aus dem Gebirge ließ nicht nach. In den Jahren nach dem Ringkrieg waren sie in das Weiße Gebirge geflüchtet und hatten sich dort im Verborgenen vermehrt und gerüstet. Und in letzter Zeit waren sie wieder erstarkt und bereit den Kampf aufzunehmen, um erneut zu ihrer ehemaligen Stärke zu gelangen. Gleich Ratten waren sie aus den tiefen Höhlen und Löchern, die sie in die Berge, weit abseits der Menschen gegraben hatten, gekrochen und hatten überall zu Lande Unfrieden gestiftet. Geraubt, Gemordet und die Sicherheit aller in Gefahr gebracht. So konnten es die Menschen von Gondor und Rohan nicht dulden, dass das wofür sie so lange gekämpft hatten nun dem Feind wieder zufällt, denn zu groß waren die Opfer gewesen, die sie dafür erbringen mussten. So kämpften sie wieder, nach vielen glücklichen Jahren, gegen einen alten und verhassten Feind.
Mit Zorn gegen den Feind und mit Liebe für sein Volk kämpfte Aragorn, Arathorns Sohn, und mit ihm sein zukünftiger Schwiegersohn Kalmir, Sohn von Estwig, dem Fürsten einer Region im Norden Gondors.