Auszug aus Das Ende der Kindheit
Nun sitze ich hier mit einer Handarbeit am Fenster und schaue in den milden Frühlingstag. Hier im Süden sind die Tage wärmer und sonniger, als ich es aus meiner Heimat kenne. Die Luft duftet nach Blumen und Kräutern und ist wie Seide.
Es geht mir gut, und mein Leben ist schöner und ausgefüllter denn je.
Ich erwarte wieder ein Kind und glaube, dass es ein Sohn sein wird. Wir werden ihn Eomund nennen nach meinem Vater.
Wenn ich die Näharbeit ruhen lasse und meinen Blick hebe, sehe ich zwei ausgelassene Kinder über das Gras des Garten tollen. Es sind unsere Kinder, die dort so fröhlich und unbeschwert hinter einander her jagen und voller Leben sind.
Unser Sohn zählt schon sieben Jahre. Er kam zur Welt, kaum dass das erste Jahr unserer Ehe vergangen war. Wir nennen ihn Boromir nach Faramirs geliebtem Bruder.