Auszug aus Herz einer Kriegerin
Wie wahr waren ihre Worte! Ich vergesse sie nicht. Ich kann alleine leben, ich bin auf niemanden angewiesen. Ich werde ihn vergessen. Ich brauche ihn nicht. Ich bin frei.
In Gedanken durchlebe ich noch einmal die Tage seit seiner Ankunft in Edoras, und keine Träne verlässt meine Augen.
Aber die schlimmen Ereignisse der letzten Tage lassen sich nicht verdrängen. Viel Unheil geschah in dieser Zeit. Zu viel. Viele meines Volkes sind schon gefallen, und viele weitere werden folgen. Das Ende steht bevor. Ich habe aufgehört zu hoffen. Es gibt keine Hoffnung mehr. Ich war gezwungen, meinen Traum, Rohan wieder in bessere Zeiten zu führen, zerplatzen zu sehen. Es werden keine besseren Zeiten kommen, in die ich mein Volk bringen kann. Dunkle Schatten, Tod, sonst nichts. Die grünen Wiesen werden bedeckt sein von der schwarzen Asche Mordors und das Wiehern der Pferde wird im Sturm verklingen, wo heute die Kinder spielen, wird man morgen bloß Orks vorüberziehen sehen.