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Auszug aus Ngauroth



Als das Signal zum Angriff kam, vergingen erst lange Augenblicke, bis etwas geschah. Doch dann! Wie ein zweites Signal, eine plötzliche Lösung der inneren Anspannung verfielen wir alle – ja, auch ich! – in ein donnerndes Kriegsgeschrei. Die Zweibeiner sprangen auf und taten das einzig richtige: Sie warfen Holz auf ihr Feuer. Jede emporzüngelnde Flamme traf mich tief, jeder aufstiebende Funke blendete mein Auge. Wieder zerbrach ich fast an Furcht und dem unerträglichen Gefühl, etwas unwiderruflich falsches zu tun.
Doch allen, die sich in dieser Nacht auf dieser Hügelkuppe befanden, war klar, dass dies die letzte Nacht dieser Reisegemeinschaft sein würde. Nichts konnte sie vor uns retten: Sie waren eine Gruppe aus neun ungelenken Zweibeinern, unerfahren in der Wildnis, fünf von ihnen glichen mehr Kindern denn wehrhaften Menschen oder Elben – wir hingegen fast eine Armee, gestählt durch den täglichen Überlebenskampf und geeint von einem Willen, der uns lenkte und antrieb. Gewiss, schon in der ersten Angriffswelle verloren einige von uns ihr Leben, aber unsere Übermacht musste sich schon bald erdrückend auswirken. Lange konnten die Zweibeiner sich unmöglich halten, obwohl selbst die Kleinsten der fünf Kleinen tapfer kämpften, ganz zu schweigen von den Leistungen der großen Menschen. Der Elb verschoss Pfeil um Pfeil und tötete viele aus den unsrigen Reihen. Nur einer der Menschen, ein alter graubärtiger, beteiligte sich nicht am Kampf.
Wie träumend stand er am Feuer und blickte auf das Kampfgetümmel, bis er in plötzlicher Tatkräftigkeit nach einem brennenden Stock griff und zu der Stelle auf der Hügelkuppe eilte, an der der Kampf am heftigsten tobte.



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