Auszug aus Schicksal
Wäre Isildur nicht so ein Narr gewesen, den einen Ring zu behalten, hätte er ihn wohl bewundert, wie so viele andere, die die Wahrheit nicht kannten. Er hätte ein weiser Herrscher werden können, doch in Ephridurs Augen hatte er sich benommen wie ein Kind. Er mochte nicht länger an seinen Onkel denken, denn der eine Ring war verschollen, Isildur hatte das Geheimnis mit ins Grab genommen und Meneldil und er hatten alle Hände voll zu tun um Saurons treue Diener zurückzudrängen. Er fühlte sich wie zerschlagen, aber er stand trotzdem auf, frühstückte und machte mit steifen Gliedern sein Pferd fertig. Als er wieder im Galopp über die Ebene preschte, fühlte er sich etwas besser. Der Wind wehte ihm erfrischend ins Gesicht und er wurde etwas entspannter. Das Pferd des Königs war wirklich ein gutes Pferd, denn er hatte schon am Mittag Eregion hinter sich gelassen. Nach insgesamt 5 1/2
Tagen kam er in die Gegend von Bruchtal. Er genehmigte sich etwas von seinen letzten Vorräten, bevor er das letzte Stück Weg zurücklegte. Am Abend erreichte er Imladris. Ein Elb nahm ihm sein Pferd ab und er suchte Elrond auf. "Ephridar, ich hatte gehofft, dass du kommst." Elrond kam ihm entgegen. "Ich hörte, wie zwei Männer davon sprachen, dass du dich sorgen würdest, denn in dieser Gegend wären viele Orks gesichtet worden."
Elrond nickte. "Ja, das ist war, doch du siehst müde aus. Elrohir wird dir dein Zimmer zeigen. Ruhe erst ein wenig, danach können wir uns noch unterhalten."