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Auszug aus Tagträume



Ich war beinah geschockt. Nicht des Schwertes wegen, sondern weil ich hier einer erfundenen Figur gegenüber stand. Einer, die ich wohl im Kino, nicht aber in der Realität erwartet hätte. Mittelerde. Das erklärte natürlich den Wald, aber richtig glauben konnte ich es einfach nicht, es war zu absurd. Wieso war ich plötzlich hier? Ich hatte mir immer vorgestellt, dass so etwas mit großem Gedonner, Funkenregen und wenn möglich einem großen ominösem Tor vonstatten ging.
Ich sah aus den Augenwinkeln vier kleine Personen im Gras hocken – das mussten Frodo, Sam, Merry und Pippin sein, die sich mit einem etwas größeren sehr bärtigen Mann unterhielten. Gimli.

Das erste, was ich wirklich klar denken konnte, war: „Wie komme ich hier wieder weg?“ Und das zweite: „Kann der Kerl nicht mal sein Schwert von meiner Nase nehmen?“
„Wer seid Ihr?“, fragte eine Stimme hinter mir. Weiter weg hörte ich Geflüster. „Boromir, nimm das Schwert weg. Sie hat uns nichts getan.“
„Noch nichts“, erwiderte Boromir.



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