Auszug aus Wintertag
Alles war still, aber das Gefühl, beobachtet zu werden, konnten wir nicht abschütteln. Wir wurden erspäht und den Spähern war unsere Absicht bekannt. Auf dem gesamten Weg nach Menegroth stellte sich uns niemand in den Weg. Zu mächtig war das Heer, das sich unter den Bannern von Feanors Stern auf Menegroth zu bewegte, obwohl nur ein Abglanz jener Armee, die in die Schlacht der ungezählten Tränen darunter marschierte.
Je näher wir unserem Ziel kamen, um so häufiger begegneten wir Bewohnern des Landes des Zauns. Kein Wort sprachen sie - doch flohen sie auch nicht etwa ob des heraufziehenden Schicksals. Sie schauten still auf die blitzenden Waffen und Rüstungen.
Und durch sie hindurch.
So sehr ich und meine Brüder sie zu ignorieren suchten, die Blicke trafen uns. Mögen die meisten aus meinem Gefolge durch sie auch nicht berührt worden sein, mich und manchen anderen schmerzte jeder einzelne von ihnen. Diese Grauelben standen nur dort, mit klagenden, leidgeprüften Augen, dem Unausweichlichen nachsehend.