Freedon Nadd

Freedon Nadd war - wie nicht wenige vor und nach ihm - ein Jedi, der einen verhängnisvollen Pfad eingeschlagen hatte. Schon als Padawan brachen seine dunklen Neigungen hervor, die darin gipfelten, dass er seinen Meister erschlug, weil er die Geheimnisse der Dunklen Seite ungehindert erforschen wollte. Heimatlos und durch den Jedi-Orden geächtet, machte Nadd sich auf, um sein vorhaben zu verwirklichen. Er hörte im Laufe der Zeit viele Gerüchte über die Sith - von denen er eines so vielversprechend fand, dass er ihm nachging. So gelangte Nadd auf den vierten Mond Yavins. Er fand dort die Massassi vor, die der Dunklen Seite und den Sith seit unzähligen Generationen dienten. Sie führten Nadd in die uralten Tempelanlagen, die ihre Vorfahren zu Ehren des Sith-Lords Naga Sadow errichtet hatten.
Nadd öffnete sich eine wahre Schatzkammer der Dunklen Seite, denn Sadow hatte viele Kostbarkeiten bei sich gehabt, als er auf dem Mond landete. Nadd gelang es schließlich, Sadows Geist zu erwecken. Der alte Sith-Lord fand durch Nadd einen willigen und wissbegierigen Schüler, der sich genug Fähigkeiten aneignete, um ein Dunkler Jedi und furchteinflößender Nutzer der Macht zu werden. Aber Nadd war damit nicht zufrieden. Er wollte herrschen, ein neuer Lord der Sith werden. Deshalb verließ er Yavin 4 und suchte nach einer Welt, über die er sich zum Herrscher aufschwingen konnte. Es verschlug ihn nach Onderon; ein Planet voller Chaos und Gewalt. Nadd unterwarf sich mit Hilfe der Dunklen Seite die Bewohner Onderons. Mit harter Hand schuf er Wohlstand für die, die ihm ergeben waren und stürzte alle anderen ins Verderben.
Nadd starb alt und als unangreifbarer Herrscher.
Wenngleich sein Körper der Vergänglichkeit erlag, mumifizierten und bewahrten ihn seine Anhänger in einem steinernen Sarkophag in den Tiefen seines Palastes in der Stadt Iziz auf; eine Pilgerstätte für die Anhänger der Dunklen Seite in späteren Jahrhunderten. Nadds Geist jedoch ruhte nicht. Er war immer bemüht, der Dunkelheit die Bahn zu brechen. So war er es auch, der Exar Kun einer letzten Prüfung unterzog, und Onderon zur Zeit des Königspaares --> Ommin und --> Amanoa heimlich beherrschte.
Fast so, als habe das Schicksal eine ausgleichende Gerechtigkeit herbeiführen wollen, wurde Nadds Geist von seinem neuen "Schüler" Exar Kun endgültig vernichtet.

Quelle: "Die Lords von Sith", "Der Freedon Nadd-Aufstand"