Auszug aus Darth Vader - Dunkler Lord der Sith


Langsam schritt die imposante Gestalt zum Thronsaal. Die anwesenden Senatoren und Höflinge verstummten mitten im Wort und wandten sich zu ihm um. Der Mann ging zu der Pforte, die den Eingang des Thronsaales darstellte und wandte sich an eine der rotgekleideten Wachen.
„Der Imperator wünscht mich zu sprechen.“ „Ja, mein Lord“, erwiderte die Wache und trat respektvoll zur Seite.
Darth Vader konnte die entrüsteten Blicke der zum Teil seit Stunden um eine Audienz wartenden Senatoren im Rücken spüren und lächelte humorlos, jedoch nicht ohne eine gewisse Schadenfreude in sich hinein. Dass er einfach so zum Imperator gelassen wurde, war eine Ungeheuerlichkeit, die allen Leuten, die mit Palpatine zu tun hatten, zu schaffen machte.
Ein Kriegsherr, ein so junger dazu, der ganz plötzlich in ihrer Mitte erschienen war, ohne Stiefellecken, ohne sich hochdienen zu müssen, besaß die Unverschämtheit, sie, die stumm warten mussten, zu ignorieren und seine – in ihren Augen – belanglosen Wünsche und Forderungen vorzutragen, welche mit Sicherheit nicht so wichtig waren wie die ihren. Es war zum Verzweifeln. Wer war dieser Mann mit den schulterlangen, gewellten Haaren, der sich immer in Schwarz kleidete, nie seine Waffe ablegte und die meisten Humanoiden um mehr als Haupteslänge überragte?
Seine beeindruckende Gestalt, sein durchtrainierter Körper – um den viele ihn beneideten -, seine stechend blauen Augen und sein völlig gefühlloses Verhalten gaben mehr als einen Anlass, über ihn zu munkeln. Die Senatoren, die ihn aus der Zeit kannten, zu der er noch nicht ein Dunkler Lord der Sith war, meideten ihn, was ihn nicht zu kümmern schien; wenn sie ihn trafen, waren sie nicht in der Lage, ihr Zittern und ihre panikerfüllten Blicke zu verbergen, was Vader noch mehr Respekt verlieh.
Die Höflinge und die anderen Senatoren verachteten ihn, da er, im Gegensatz zu ihnen, anscheinend gar nichts tun musste, um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen. Diese bekam er auch immer häufiger von Frauen, die ihm unverhohlen hinterher starrten, wenn er an ihnen vorbeiging. Und es stimmte, er sah wirklich phänomenal aus. Es gingen Gerüchte um, dass viele Ehen waren allein an diesen Blicken gescheitert waren.



--> Geschichte herunterladen <--





Nach oben