Auszug aus Das Erwachen
"Greift mich an!"
Es war ein Befehl, mit scharfer und unerbittlicher Stimme gesprochen - doch er stieß auf taube Ohren. Den derjenige, dem er galt, wollte nichts hören und nichts sehen, und konnte nichts fühlen: eine große Leere hatte selbst die tiefe Verzweiflung verschlungen, die am Ende geblieben war.
An ihre Stelle trat der Wunsch nach einem würdigen Ende.
So wie es einem Krieger vorherbestimmt war.
*
Vor seinem geistigen Auge erstanden Erinnerungsfetzen, Kriege und Schlachten zogen vorüber, doch er wusste nicht mehr, wer Freund oder wer Feind gewesen war, auf welcher Seite er gekämpft hatte. Wie Nebelschwaden glitten diese Bilder dahin, bis sie schließlich ganz verblassten. So sehr er sich auch bemühte, sie zurückzuholen - sie waren unwiederbringlich fort, als habe man einen Datenspeicher gelöscht.
Aber ein Bild schlich sich aus den Tiefen seiner Seele heran.
Das Bild eines Monsters aus Metall, Kunststofflegierungen und Datenkanälen, die in einer obszönen Karikatur den Knochen, Muskeln und Adern eines lebendigen Wesens nachempfunden worden waren. Dieses Monster lauerte auf ihn, wartete auf ein Zeichen der Schwäche, um zuzupacken und ihn zu zermalmen ...