Auszug aus Ein perfides Spiel

   Der große Mann stand schweigend und reglos auf dem Balkon. Um ihn herum pulsierte das Leben, das Coruscant Tag und Nacht erfüllte. Den Mann interessierten die vielfältigen Lichter der Wolkenkratzer, Straßenzüge und Fahrzeuge und der schwach herauf dringende Lärm, den der Verkehr verursachte allerdings wenig. Er wartete und genoss den Wind, der anscheinend nie aufhörte durch die Häuserschluchten und um die Straßenzüge Coruscants herumzustreichen, wie ein Raubtier um seine Beute. Der eisige Wind zerrte an den dunklen Gewändern des Mannes und strich über sein Gesicht, da, wo die Kapuze es ungeschützt ließ.

Er lächelte, ein Lächeln, das jeden etwaigen Beobachter hätte erschauern lassen, denn es lag nichts Warmes darin, sondern abgrundtiefe Verachtung.

Alles hatte sich geändert und doch nichts!

Die Narren gingen weiter ihren Geschäften nach, ahnungslos, wie Tiere auf dem Weg zur Schlachtbank.

Der Mann lächelte abermals. Er liebte solche Gedanken; und die Vorstellung, dass ein paar ganz bestimmte Narren schon bald eine gelungene Überraschung erleben würden. Und er würde daran einen nicht unwesentlichen Anteil haben, wenn er sich nicht vollkommen irrte. Er war kein Narr, deshalb stand er jetzt hier, auf dem Balkon eines unbewohnten Apartments, hoch über Coruscant und wartete auf die Person, der es gelungen war ihn zu finden und sein Interesse zu wecken.



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