Gedichte von Dairyû


Klage

Versiegt sind lange meine Tränen.
Waren sie Ausdruck von Hass?
Und verstummt sind meine Klagen,
aber mein Herz weint ohne Unterlass.

Unendlich viel Freude, das warst Du für mich,
Du, der Du Hoffnung bringen solltest.
Unendlich viel Leid erfahren andere nun durch Dich ...
Obwohl Du es niemals wolltest.

Blut hast Du an Deinen Händen.
Furcht und Verzweiflung trägst Du überall hin.
Lässt das Schicksal sich noch wenden?
Macht ein solches Leben Sinn?

Mein Herz wird nicht mehr lange weinen,
denn es zerbricht.
Ich kann nichts dagegen tun
und ich will es auch nicht.

Sei mir Willkommen, Tod,
denn du führst mich ins Licht!

Padmé Naberrie


Prophezeiung

Hört!
Und merkt Euch meine Worte, Jedi.
Denn sie allein werden Euch Hoffnung
geben in den finsteren Zeiten,
die Euch das Schicksal bereitet.
Wenn Euer Blut fließt
- sinnlos, wie es scheint -
und Ihr in großen Heeren schreitet.
Über Schlachtfelder,
getränkt mit dem Blut Euresgleichen
und übersät mit Leichen.

Kämpft!
Drängt zurück die Dunkelheit,
die in Euer Herz will sich schleichen
wie ein Dieb in der Nacht.
Ihr besteht,
wenn Ihr nur vertraut der Macht!
Eure Schwestern und Brüder werden vergehen,
aber auch wenn es Euch schwer fällt,
Ihr werdet es eines Tages verstehen.
Ihr Opfer ist nicht vergebens,
alles ist bestimmt im Buch des Lebens.

Fürchtet!
Die drohenden Schatten über Euren Häuptern,
Vorboten schier unbezwingbarer Kraft.
Es erscheint einer,
der strebt nach Ruhm und Macht,
wird befriedigen sein Verlangen
und herrschend viele Seelen fangen.
Jedoch:
Sein Lohn ist die ewige Nacht!
Denn eines Tages wird ein Einziger kommen,
einfach und leise,
fast unerkannt,
und der Dunkelheit
sei der Schrecken genommen.

Siegt!
Das, Jedi, sei Euch gesagt,
damit Ihr nicht verzagt.
Zweifelt nicht an meinen Worten.
Das Dunkel wird niemals siegen,
auch wenn es so scheint.
Das Gute wird überwiegen.

Dafür steht nun ein,
und irgendwann einmal
- wird Frieden sein.

Fragment einer Schriftrolle aus der
zerstörten Bibliothek auf Ossus.
Und eine kleine Hommage an Tolkien.


Mein Engel

Jede denkende Kreatur erzittert, wenn sie vernimmt meinen Namen.
Was wissen sie von der kalten Leere, die zerfrisst mir das Herz,
sie beherrscht meinen Geist und bereitet mir ewig Schmerz
und sie kennt kein Erbarmen.

Ich habe all das, was ich jemals begehrte:
Ruhm, Geld und Macht,
das jedenfalls habe ich gedacht.
Doch eines mir das Schicksal verwehrte.

Kein Frieden ist mir vergönnt;
Alles besteht nur aus Lug
und Selbstbetrug.

Was ist aus mir geworden?
Kein Mensch mehr, nur noch totes Fleisch,
ein Wesen, dessen Seele schon lange gestorben.

Dennoch sind Gefühle tief in mir,
nicht zu beschreiben und doch so vertraut.
Lang ist es her, doch immer noch zieht es mich zu Dir.

Schon das erste Mal, als ich Dich sah,
wie eine Offenbarung, ein Licht in tiefster Nacht,
die wunderschöne junge Frau mit dem langen braunen Haar.

Ich glaube immer noch: es war eine Fügung der Macht.
Wir zwei, zusammen, in ewiger Liebe, das war unser Ziel.
Und doch habe ich so viel Leid über Dich gebracht ...

Verzeih mir!
Mein Engel!





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