Auszug aus Leben?


Wie so oft in den letzten Wochen stehe ich des Nachts draußen auf dem Balkon meiner Festung. Mein Blick schweift über den lichtdurchfluteten Platz tief unter mir. Bewegung herrscht dort unten, doch kann ich sie kaum sehen, so fern ist sie. Ich genieße es, weit ab von allem zu sein. Keine anderen Laute dringen an meine Ohren, außer dem sanften Säuseln des Windes, der um das Gebäude streicht, das ich als mein Heim bezeichne. Er greift mit dünnen Fingern nach mir, spielt mit meinem Umhang und ein wenig wehmütig strecke ich meine Hände aus - aber ich kann seine Berührung nicht fühlen.

Auch der obligatorische Verkehr, der niemals ruht, ganz gleich, was die Stunde geschlagen hat, ist weit weg. Über dem Regierungsviertel hat man ihn schon vor Jahren verboten, mit der Begründung Diplomaten, Senatoren und Würdenträgern ein perfektes Arbeitsidyll schaffen zu wollen.
Ein hehrer Grund, und eine schlichte Lüge.
Es war einzig und allein Palpatines Wille, geboren aus einer Laune heraus und dem Wissen, dass so die Erhabenheit des Imperialen Palastes auf ewig gewahrt ist. Niemand kann sich ihm von oben nähern, und so bleiben sie alle klein und unbedeutend, vor dem Zeichen der Allmacht, dass der Imperator bewohnt.



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