Auszug aus Licht und Dunkelheit
Die kleine, vermummte Gestalt hastete durch den schweren Regen, der alles in einen verwaschenen Schleier
hüllte. Große Tropfen prallten auf Dächer, die in ungeahnten Höhen in dichten Wolken verschwanden, und
verursachten Sturzbäche, die sich ihren Weg an dreckigen Häuserfassaden entlang nach unten suchten, um
auf maroden Straßen zu kleinen Flüssen zu werden.
Unablässig rauschte das Wasser und prasselten die Regentropfen; unerbittlich und gleichgültig - so wie
alles hier unten, in Coruscants Eingeweiden.
Hier war Platz für Abschaum und Gesindel, für die Ausgestoßenen, die nicht den Normen entsprachen, die
angelegt wurden, um einem Wesen Gesellschaftsfähigkeit zu attestieren. Oder die, die sich nicht als
Sklaven verdingen wollten, die sie zwangsläufig sein mussten, weil sie der falschen Spezies angehörten.
Oder einfach nur die, die auf der Flucht waren und einen perfekten Ort zum Untertauchen suchten.
So wie die kleine Gestalt in ihrem regendurchweichten Kapuzenumhang, die sich erstaunlich schnell und
sicher bewegte. Das alleine genügte, um nicht aufzufallen. Unauffälligkeit konnte hier unten oftmals
über Leben und Tod entscheiden. Wer die Blicke der Räuber und Mörder nicht auf sich zog, der durfte sich
glücklich schätzen.